Wichtige neue Regelungen für die Steuererklärung 2022

Kruse-Lippert-Steuererklärung2022

Nach der Steuererklärung ist vor der Steuererklärung, so könnte man es sehen

Die Steuererklärung für das abgelaufene Jahr 2022 kann ab sofort beim Finanzamt elektronisch eingereicht werden. Wichtig ist, dass man dabei die Gesetzesänderungen, die für das Jahr 2022 bereits gelten, auch berücksichtigt. An dieser Stelle daher kurze allgemeine Informationen über die wichtigsten Neuerungen.

Erhöhung der Freigrenze für Sachbezüge

Für Sachbezüge wurde die monatliche Freigrenze von 44 € auf 50 € angehoben. Darunter fallen beispielsweise Warengutscheine, Benzingutscheine sowie Sachgeschenke.

Vorteile der Anpassung des Pauschbetrags an die inflationäre Entwicklung

Endlich wurde auch der Arbeitnehmer-Pauschbetrag der inflationären Entwicklung angepasst und von 1000 auf 1200 Euro jährlich erhöht. Dieser Betrag wird nun automatisch als Werbungskosten berücksichtigt, wenn man nicht einen höheren Betrag nachweist.

Wie wurde die Pendlerpauschale angehoben?

Die sogenannte Pendlerpauschale wurde bereits am 1.1.2022 ab dem 21. Entfernungskilometer von 0,35 € je Kilometer auf 0,38 € angehoben. Dies gilt auch für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Wann gibt es die Homeoffice-Pauschale?

Die Homeoffice-Pauschale von 5 € für jeden Tag, an dem ausschließlich zu Hause gearbeitet und der Arbeitsplatz beim Arbeitgeber nicht aufgesucht wurde, ist begrenzt auf 600 € pro Jahr, also 120 Homeoffice Tage.

Gute Nachrichten für Unterhaltspflichtige

Für diejenigen, die Unterhalt an bedürftige Kinder oder Eltern leisten, gibt es auch eine gute Nachricht: Der Unterhaltshöchstbetrag wurde rückwirkend für das Jahr 2022 von 9.984 € auf 10.347 € angehoben. Eine weitere gute Nachricht in dem Zusammenhang ist, dass von jetzt an durch die Einführung einer Dynamik eine automatische Anpassung an den jeweils geltenden Grundfreibetrag erfolgt.

Der aktuelle Zinssatz für Steuernachzahlungen und -erstattungen

Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass die bisherigen Regelungen mit Verzinsung in 0,5 Prozent pro Monat für Steuernachzahlungen und -erstattungen verfassungswidrig sind, war der Gesetzgeber zu einer Neuregelung gezwungen. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 gilt nun ein Zinssatz von 0,15 Prozent pro Monat, d. h. 1,8 Prozent pro Jahr. Darüber hinaus wird mindestens alle zwei Jahre überprüft, ob der neue Zinssatz noch angemessen ist. Die Überprüfung orientiert sich dabei an der Entwicklung des Basiszinssatzes und erfolgt erstmals zum 1.1.2024.

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand der Steuervorschriften

Wenn Sie unsicher sind, was all diese Änderungen konkret für Sie bedeuten und was Sie jetzt tun müssen, nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen gern weiter!

 

Bildrechte:

Bild von Simon auf Pixabay

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert